Von den insgesamt 31 betreuten Handwerksbranchen führt die RGH im Jahre 2012 voraussichtlich für folgende Gewerke Betriebsvergleiche durch:
| Bäckerhandwerk | Friseurhandwerk | Glaserhandwerk |
| Informationstechnik | Installateur- und Heizungsbau | Kälte- und Klimatechnik |
| Kfz-Gewerbe Servicebetriebe | Maler- und Lackiererhandwerk | Orthopädieschuhmacher- handwerk |
| Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk | Zimmererhandwerk |
Der Zweck von Betriebsvergleichen liegt u.a. in der Erarbeitung von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen für die Teilnehmerbetriebe. So werden Aussagen gemacht zur Kostenstruktur, zur Rentabilität, Produktivität, Kalkulation und Finanzierung.
Durch Vergleichen der Werte des eigenen Betriebes mit den Zahlen ähnlich großer und ähnlich gelagerter Betriebe erkennt der Unternehmer Stärken und Schwächen seines Betriebes. Er erhält auf diesem Wege Ansatzpunkte für Verbesserungen und somit Entscheidungshilfe für notwendige Maßnahmen zur Unternehmenssicherung.
Den Betriebsberatern der Handwerkskammern und Fachverbände, aber auch den freiberuflichen Unternehmensberatern dienen die von der RGH erarbeiteten Vergleichszahlen als unentbehrliche Grundlage ihrer Arbeit.
Für die Existenzgründer in Schleswig-Holstein gibt es nur mit Hilfe aussagefähiger Branchenwerte aus Betriebsvergleichen die Möglichkeit, realistische Vorstellungen zu entwickeln und damit die Basis für ein solides, zukunftorientiertes Fundament zu schaffen.
Im Rahmen der beruflichen Bildung, wie z.B. Vorbereitungskurse auf die Meisterprüfung oder der Studiengang zum Betriebswirt im Handwerk, werden die BV-Ergebnisse als praxisbezogenes Unterrichtsmaterial verwendet.
Den Fachverbänden liefern die Betriebsvergleiche ein ungeschminktes Bild darüber, wo die Betriebe wirtschaftlich stehen und wo der Schuh drückt. Dadurch erhalten sie Argumentationshilfe gegenüber den politischen Entscheidungsträgern.
Auch für das Ministerium stellen die veröffentlichten BV-Broschüren eine wichtige Informationsquelle dar, die Aussagen über die wirtschaftliche Situation des Wirtschaftszweiges Handwerk ermöglicht.
Die Arbeit der RGH ist damit ein Stück praktischer Mittelstandsförderung, die angesichts der zunehmend schwierigen wirtschaftlichen Lage in vielen Bereichen des Handwerks von entscheidender Bedeutung ist.
Die Teilnahme an einem Betriebsvergleich erfolgt auf freiwilliger Basis und ist für die Betriebe - bis auf einen kleinen Förderbeitrag - kostenlos. Die relevanten Daten werden vor Ort erhoben. Durch die Verwendung von Kenn-Nummern für die Betriebe bleibt bei der Auswertung des Zahlenmaterials deren Anonymität gewahrt.
Endprodukt der Arbeit an einem Betriebsvergleich ist eine etwa 24-seitige Broschüre, die die aufbereiteten Daten mit den erforderlichen Erläuterungen enthält und die den an der Untersuchung beteiligten Betrieben sowie einem großen Kreis weiterer interessierter Abnehmer (Steuerberater, Unternehmensberater, Kreditinstitute etc.) zugeht.